Manche Dinge brauchen eine Weile: So wie ein guter Rotwein muss auch so manches neue Projekt eine Zeit lang reifen, bevor die Idee vom Kopf aufs Papier kommt. Das war bei meinem Buch “Selbstständig und dann?” so – und das gilt auch für mein neues Projekt, ein weiteres Unternehmensstandbein ab 2012 aufzubauen. Es wird in jedem Fall mit Steuern zu tun haben – was sonst. Aber es wird anders sein als das, was ich bisher als Journalistin, Dozentin und Autorin gemacht habe. Mehr wird noch nicht verraten… Zum Jahresende ist es aber allemal wichtig, sich mit seiner eigenen Positionierung am Markt zu befassen. Im Alltagsgeschäft bleibt dafür wenig Zeit, man jagt hier und da einem kreativen konzeptionellen Gedanken nach, hat aber kaum Gelegenheit, sich intensiver mit ihm auseinanderzusetzen.
Das sollten Sie zum Jahreswechsel tun: Ihre Kunden sind im Urlaub oder mit anderen Dingen beschäftigt – und Sie könnten die freie Zeit zwischen den Jahren nun nutzen, Ihre Aufstellung am Markt zu prüfen. Das gilt nicht nur für Ihre Kalkulation, die Sie am besten als erstes auf den Prüfstand stellen, sondern auch für Ihr Dienstleistungsangebot, Ihr Alleinstellungsmerkmal. Hat sich Ihre Kundschaft verändert, sind Auftraggeber weggefallen oder neue hinzugekommen – womöglich in Bereichen, die Sie gar nicht mehr auf dem Radarschirm haben? Welche Gründe könnte es dafür geben? Gibt es Aufträge, die Ihnen keinen Spaß mehr machen – und die Sie deswegen in Zukunft nicht mehr annehmen möchten? Daraus ergibt sich zwangsläufig die Frage: Was könnte Ihnen künftig Spaß machen?
Denn eines ist für jeden Freiberufler essentiell: dass er oder sie den Spaß an der Arbeit nicht verliert. Lukrative Aufträge sind eine Sache; wenn Sie sich aber mit solchen Projekten nur noch herumschlagen, weil das Geld hereinkommen muss, sollten Sie in jedem Fall über eine Neupositionierung nachdenken. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gute Aufstellung für 2012!
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